Wie eine Saison verläuft - aus der Sicht des Teilnehmers Khang Nguyen
Jan Wloka, ein Schüler aus der Jahrgangsstufe 12, entdeckte die Werbung zur Anmeldung zur neuen Saison der Schulmeisterschaft in der Electronic Sports League (ESL).

Ein Schulteam entsteht

Jan ist selbst bei der ESL angemeldet und extrem gut vernetzt in der Schule. Er war es auch, der das Schulteam des SOG zusammenstellte. Dafür benötigte er keinen Aushang in der Schule, sondern rekrutierte die Mannschaft aus den Spielern Lennart Bentler, Michael Kappes, Oliver Krink und Khang Nguyen. Wir haben zu Beginn nur unseren Informatik – Lehrer informiert, dass wir an einem Computerspiel – Turnier teilnehmen, doch seine Reaktion war eher von Desinteresse geprägt.

So gab es eigentlich keine Unterstützung von den Lehrern. Nur unsere Mitschüler, denen wir dies erzählten, feuerten uns an und gaben die Forderung aus, den ersten Platz zu belegen.

Jetzt geht´s los

Es gab nicht wirklich einen Spieltag, sondern mehrere. Die Spiele, die wir spielen sollten, waren unterschiedlich besetzt und gesetzt. Mal war ein Spiel von den anderen Spielen um einige Tage verlegt, mal konnten auch drei Spiele an einem Tag gespielt werden. Durch Skype oder Teamspeak konnten wir ganz einfach unsere Kommunikation am laufenden halten und während des Spielens Anordnungen bzw. Warnungen geben.

Mit der gegnerischen Mannschaft gab es kein Voice – Chat, sondern wir haben nur über die Seite der ESL die Termine für die Spiele ausgemacht.

Anfangs war Jan Wloka der Teamleader, doch es stellte sich heraus, dass er zu wenig Zeit für die Organisation aufbringen konnte und es wurde beschlossen, dass ich selbst die Führung übernehmen solle. Auch als wir uns bis ins Achtelfinale durchgekämpft haben, erhielten wir wenig Aufmerksamkeit. Doch als wir sogar bis ins Halbfinale kamen, wusste sofort der Direktor des Ostendorf – Gymnasiums Bescheid und auch meine Mitschüler. Sogar das WDR wollte unser „Training“ aufnehmen und im Abendprogramm ausstrahlen.

Plötzlich erfolgreich

Wir kamen bis ins Finale und reisten nach Chemnitz, um aus den letzten vier Mannschaften den Deutschen Schulmeister zu ermitteln. Das Finale war eine große Sache für uns. Wir haben überhaupt nicht dran gedacht soweit zu kommen, es ist einfach passiert. Natürlich war es uns demnach wichtig, gut vorbereitet zu sein und als Minimalziel riefen wir den 3. Platz aus; am Ende verpassten wir knapp den Titel und wurden Zweiter. Zuhause angekommen haben mir viele Leute zum zweiten Platz gratuliert. Leider konnten wir nicht erster werden, doch wir sind dennoch stolz auf unsere Leistung und unsere Steigerung über das ganze Turnier hinweg.

Nächstes Jahr nochmal angreifen

Wie der Fluch der Schulmeisterschaft schon sagt: Jede Schulmannschaft, die den zweiten Platz belegt, wird im Folgejahr Erster. Dieses Schicksal müssen wir einhalten und im nächsten Jahr natürlich wieder teilnehmen.

Unsere Idee wird sein, dass wir einen Aushang machen, auf dem wir sowas ähnliches wie ein Ausscheidungsturnier in allen Bereichen ankündigen.. So werden wir herausfinden wer in der Schule das Zeug dazu hat, unserem eSport-Team beizutreten.

Dazu ist es nicht nötig, übermäßig talentiert zu sein. Geschick, Ausdauer, Willenskraft und Erfahrung sind die entscheidenden Dinge, die man braucht, um erfolgreich zu sein. Allerdings ist es von Vorteil, wenn man genug Zeit aufbringen kann um etwas für die Meisterschaft zu tun bsp. Training und Kommunikation mit seinem Team.
otacon, Thursday, 01/09/11 16:31
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